- Wissen
- Quelle: Campus Sanofi
- 25.08.2026
Typ-1-Diabetes verändert alles – jeder Tag ohne ist ein Gewinn


Welche täglichen Sorgen begleiten Menschen mit Typ-1-Diabetes?
Leben mit Typ-1-Diabetes bedeutet weit mehr als Insulinspritzen. Von der Mahlzeitenplanung bis zur Anpassung der Insulindosis müssen täglich zahlreiche Entscheidungen getroffen werden. Das Selbstmanagement des T1D stellt eine erhebliche tägliche Belastung dar.2 Auch moderne Technologien wie CGM und AID reichen oft nicht aus, um schwere Hypoglykämien zu vermeiden und glykämische Zielwerte zu erreichen.‡,3
- Täglich etwa 180 T1D-bezogene Entscheidungen.2
- Kontinuierlicher Therapieaufwand: Mindestens 1.460 Insulinspritzen#,4 oder ~ 120 Infusionsset-Wechsel pro Jahr.†,5
- Trotz Nutzung moderner Technologien (CGM/AID) erleiden ~ 20 % der Betroffenen weiterhin schwere Hypoglykämien und ~ 40 % verfehlen ihre glykämischen Zielwerte.‡,3

Welche psychischen Belastungen können bei Typ-1-Diabetes Erkrankungen auftreten?
Typ-1-Diabetes belastet nicht nur den Körper, sondern kann auch mit psychischen Belastungen einhergehen. Daher sollte die psychische Gesundheit von Menschen mit Typ-1-Diabetes im klinischen Alltag ebenfalls berücksichtigt werden.6,7
- 3-fach höhere Depressionsrate im Vergleich zu nicht betroffenen Erwachsenen.§,6
- 1 von 5 Erwachsenen mit autoimmunem T1D zeigt Anzeichen einer Essstörung.&,7
- Schlechte Schlafqualität aufgrund glykämischer Schwankungen.8

Wie wirkt sich Typ-1-Diabetes auf das soziale und berufliche Leben aus?
Typ-1-Diabetes ist mehr als eine medizinische Diagnose – auch soziale und berufliche Aspekte können betroffen sein.
- 12 % mehr Krankheitstage pro Jahr im Vergleich zu nicht betroffenen Erwachsenen.$,9
- 20 % der Erwachsenen mit autoimmunem T1D haben das Gefühl, aufgrund ihrer Erkrankung von gesellschaftlichen Ereignissen ausgeschlossen zu werden.£,10
- Bis zu 42 % der Erwachsenen und 61 % der Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes leiden unter Diabetes Distress.¥,1

Welche finanziellen Auswirkungen hat eine Typ-1-Diabetes-Diagnose?
Mit einer Typ-1-Diabetes Diagnose können auch finanzielle Konsequenzen verbunden sein. Dabei sind nicht nur Behandlungskosten, sondern auch wirtschaftliche Belastungen für das familiäre Umfeld möglich.
- T1D führt zu direkten Kosten (der Behandlung) und indirekten Kosten (z.B. durch Produktivitätsverlust).11
- Im Jahr nach der T1D-Diagnose ihres Kindes hörten 15 % der Mütter auf zu arbeiten und 11,5 % reduzierten ihre Arbeitszeit.12
¥ Diabetes Distress bezeichnet die emotionale Belastung durch das Leben mit Diabetes und die Last des unablässigen täglichen Selbstmanagements.1
‡ Retrospektive, Beobachtungsstudie von 2.074 Erwachsenen (≥18 Jahre), die aus dem US T1D Exchange Registry/Online-Community rekrutiert wurden. Die Teilnehmer füllten eine einmalige Umfrage zu HbA1c, schweren hypoglykämischen Ereignissen und Bewusstseinsbeeinträchtigungen durch Hypoglykämien aus. Die Mehrheit der Teilnehmer (91,7 %) nutzte ein CGM plus MDI [Multiple Daily Insulin Injections, mehrere tägliche Insulininjektionen], AID-Systeme oder eine Pumpe.3
# Basierend auf dem empfohlenen Multiple Daily Injections (MDI)-Schema.
† Wenn eine Insulinpumpe genutzt wird. Aus einer offenen, prospektiven, explorativen und monozentrischen Studie in Deutschland (N = 12).5
§ Aus einer systematischen Übersichtsarbeit von 20 Studien zur Prävalenz von Depression bei Erwachsenen mit Diabetes N = 2 T1D, N = 3 T1D & Typ-2-Diabetes, N = 13 Typ-2-Diabetes und N = 2 mit nicht differenziertem Diabetestyp. Die Studien wurden in Europa und Nordamerika zwischen August 2006 und August 2011 durchgeführt.6
& Basierend auf einer Querschnittsstudie, die Essstörungen, Depressionen und Angststörungen bei norwegischen Erwachsenen mit autoimmunbedingtem T1D im Alter von 18 bis 79 Jahren (N = 282) untersuchte. Gestörtes Essverhalten wurde mit dem Diabetes Eating Problem Survey-Revised (DEPS-R) gemessen, wobei ein Cut-off-Wert von ≥ 20 auf eine weitere klinische Untersuchung der Essstörung hinwies. Insgesamt erzielten 20,3 % der Kohorte Werte über dem DEPS-R-Grenzwert.8
$ Aus einer vergleichenden, bevölkerungsbasierten Querschnittsstudie mit 2.415 Erwachsenen mit T1D (im Alter von 18-98 Jahren) und 48.511 Erwachsenen aus der Allgemeinbevölkerung (im Alter von 18-103 Jahren), basierend auf Daten aus den Jahren 2010-2011 aus zwei Querschnitts-Gesundheitserhebungen in der Hauptstadtregion Dänemarks.9
£ Basierend auf einer korrelativen, querschnittsbasierten Kohortenstudie kanadischer Erwachsener mit T1D oder Typ-2-Diabetes (N = 1.799; N = 786 T1D; N = 1.013 Typ-2-Diabetes). Selbstberichtete Skalen wurden von den Teilnehmenden ausgefüllt und mittels Diabetes Symptom Assessment Scale (DSAS) ausgewertet.10
T1D: Typ-1-Diabetes; AID: Automated Insulin Delivery, automatisierte Insulinabgabe; CGM: Continuous Glucose Monitoring, kontinuierliches Glukosemonitoring; MDI: Multiple Daily Injections, multiple tägliche Injektionen.
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MAT-DE-2603780-1.0-08/2026