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FAKT 1 - T1D IST KEINE REINE KINDERKRANKHEIT

Früher galt T1D als Kinderkrankheit.2,3 Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass alle Altersgruppen betroffen sind und sogar bis zu 62 % der Neudiagnosen im Erwachsenenalter erfolgen.2
Praxistipp: Weisen Sie Patient*innen auf das Familienrisiko hin und motivieren Sie sie, ihre Angehörigen über eine mögliche Früherkennung zu informieren.
 

FAKT 2 - T1D BLEIBT OFT LANGE UNBEMERKT

Typische Symptome von T1D zeigen sich oft erst spät. Zu diesem Zeitpunkt ist die Erkrankung meist bereits weit fortgeschritten. Eine frühere Diagnose kann wertvolle Zeit schaffen, um sich vorzubereiten und den weiteren Verlauf eng zu begleiten.4
Praxistipp: Nutzen Sie das Gespräch, um Verwandte 1. und 2. Grades Ihrer Patient*innen über Früherkennung und mögliche Anzeichen aufzuklären. So kann die Diagnose eines autoimmunen T1D vor Auftreten von Symptomen gestellt werden.

FAKT 3 - EINE T1D-FRÜHERKENNUNG IST ZUVERLÄSSIG

T1D kann mittlerweile durch den Nachweis von Inselautoantikörpern in den präklinischen Stadien sicher diagnostiziert werden.5 Die mehrfache Bestätigung eines positiven Ergebnisses minimiert das Risiko falsch-positiver Resultate und erhöht die diagnostische Sicherheit.
Praxistipp: Erwägen Sie eine Früherkennung auch bei erwachsenen Familienmitgliedern Ihrer T1D-Patient*innen, um diabetische Ketoazidosen zu verhindern und Betroffene frühzeitig auf eine mögliche Insulintherapie vorzubereiten.
 

FAKT 4 – GENAU HINGESCHAUT: T1D IM ERWACHSENENALTER KANN SCHNELL FÜR T2D GEHALTEN WERDEN 

Ca. 40 % der Erwachsenen mit T1D erhielten zunächst eine Fehldiagnose.#,1 Davon wurden 77 % fälschlicherweise mit T2D diagnostiziert.#,1
Praxistipp: Ziehen Sie bei erwachsenen Patient*innen mit vermeintlichem T2D, die nicht auf eine Therapie ohne Insulin ansprechen oder untypische Merkmale aufweisen (z. B. normalgewichtig, jünger, schneller Insulinbedarf), einen Autoantikörper-Test in Betracht, um T1D auszuschließen.
 

FAKT 5 - T1D TRITT AUCH OHNE FAMILIÄRE VORBELASTUNG AUF

Fakt: Ca. 9 von 10 Betroffenen haben keine nahen Verwandten mit T1D.4,6 Die Krankheit kann jeden treffen, unabhängig von der Familiengeschichte.
Praxistipp: Beschränken Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht nur auf Patient*innen mit positiver Familienanamnese. Eine Früherkennung durch einen T1D-Autoantikörper-Test kann auch bei Personen ohne familiäres Risiko helfen, diabetische Ketoazidosen zu vermeiden und eine rechtzeitige Therapie einzuleiten.

MAT-DE-2601412-1.0-04/2026