- Wissen
- Quelle: Campus Sanofi
- 08.10.2026
STIKO-Empfehlung: Influenza-Impfung für vulnerable Gruppen

- Die STIKO empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren die jährliche Impfung im Herbst mit einem inaktivierten Hochdosis- oder MF-59-adjuvantierten Influenza-Impfstoff mit aktueller von der WHO empfohlener Antigenkombination.1
- Außerdem empfiehlt sie unter anderem auch Menschen ab 6 Monaten mit chronischen Erkrankungen die jährliche Influenzaimpfung.
Hohe Influenza-assoziierte Risiken für Menschen ab 60 Jahren
Gerade ältere Menschen haben aufgrund von Immunseneszenz und altersbedingten chronischen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Influenza-Infektion.2 Im Zeitraum 2025/26 machte die Altersgruppe ab 60 Jahren im Zusammenhang mit einer Influenza-Infektion in Deutschland folgendes aus:

66 %
der Hospitalisierungen3

95 %
der Todesfälle3
Influenza verzehnfacht das Herzinfarktrisiko
Influenza-Infektionen können zudem schwerwiegende Komplikationen für Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen nach sich ziehen, zum Beispiel:

![8x erhöhtes Schlaganfallrisiko[a,b,4]](https://pro.campus.sanofi/dam/jcr:6a6dda23-1664-44dd-a1c4-4d6412467675/herinfarktrisiko-2.2025-07-25-08-28-08.png)
![23 % der Erkrankten verlieren ihre Eigenständigkeit[c,5]](https://pro.campus.sanofi/dam/jcr:1d13dc09-22b2-4ea0-8b9b-f71c96f4a72a/herinfarktrisiko-3.2025-07-25-08-28-16.png)
Herzinfarkt-Prävention mit der Influenza-Impfung
Während eine Influenza-Infektion schwerwiegende Komplikationen verursachen kann,3–5 leistet die Impfung gegen Influenza einen wichtigen Beitrag zur kardiovaskulären Prävention.6–8 So zeigen Reviews, dass sie das Risiko für einen Herzinfarkt beziehungsweise für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Ereignisse einschließlich Todesfälle senken kann – vor allem bei Menschen mit vorbestehenden kardiovaskulären Erkrankungen (Sekundärprävention). Demnach liegt die Influenza-Impfung auf einem ähnlichen Wirksamkeitsniveau wie die Raucherentwöhnung.6-7

Diese präventive Wirksamkeit der Influenza-Impfung bestätigt zudem eine niedrige „number needed to treat“ (NNT): Jede 23. Influenza-Impfung kann ein schwerwiegendes kardiovaskuläres Sekundärereignis verhindern.d,e,8
Doppeltes Influenza-Risiko für Menschen mit Diabetes
Die STIKO empfiehlt die Influenza-Impfung auch für Personen ab 6 Monaten mit chronischen Erkrankungen, z. B. Diabetes mellitus. Für sie bedeuten Influenza-Viren ein zweifaches Risiko: Einerseits haben sie aufgrund ihres geschwächten Immunsystems ein erhöhtes Infektionsrisiko.9 Andererseits haben Menschen mit Diabetes ein höheres Risiko für Komplikationen, wenn sie sich mit Influenza infizieren, wie zum Beispiel:10,11


Mit der Influenza-Impfung sich selbst und andere schützen
Neben Menschen ab 60 Jahren und mit chronischen Erkrankungen empfiehlt die STIKO auch jüngeren Altersgruppen beziehungsweise Gesunden, sich jährlich gegen Influenza impfen zu lassen. Denn vom Influenza-Impfschutz können sowohl die Geimpften als auch andere Menschen profitieren. Die STIKO-Empfehlung für die Influenza-Impfung gilt unter anderem für:1
- Bewohnende von Einrichtungen der Pflege.
- Personen mit erhöhter Gefährdung, z. B. medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr.
- Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen gefährden können.
Wissen für Ihre Patient*innen
Die wichtigsten Argumente für die Influenza-Impfung fasst die Broschüre „Anstecken ist einfach – Grippeschutz auch“ kompakt und verständlich für Ihre Patient*innen zusammen.
a In einer selbstkontrollierten Fall-Kontroll-Studie mit Erwachsenen im Alter von 40 Jahren und älter, von denen ca. 90 % 50 Jahre und älter waren und ohne Herzinfarkt oder Schlaganfall in der Vorgeschichte.4
b In den drei Tagen nach einer laborbestätigten Influenza-Infektion im Vergleich zu dem Zeitraum vor einer Influenza-Infektion.4
c In einer protektiven Kohortenstudie mit 925 Patient*innen im Alter von 65 Jahren und älter, die mit laborbestätigter Influenza und anderen akuten Atemwegserkrankungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden.5
d Metaanalyse von 6 randomisierten klinischen Studien aus den Jahren 2000 und 2021 mit 9001 eingeschlossenen Erwachsenen.8
e Kardiovaskulärer Tod oder Krankenhausaufenthalt wegen Myokardinfarkt, instabiler Angina pectoris, Schlaganfall, Herzversagen oder dringender koronarer Revaskularisation.8
f In einer retrospektiven Kohortenanalyse mit 54.656 Patient*innen mit Diabetes mellitus Typ 2 und einer Kontrollgruppe von 113.016 Personen ohne Diabetes mellitus; ab 1 Jahren. Die Daten wurden in der Influenza-Saison 2016/17 erhoben.10
- Robert Koch-Institut (RKI). Epid Bull 2026;4:1-79.
- Robert Koch-Institut (RKI). Epid Bull 2024;44:3-23.
- Robert Koch-Institut. Bericht zu akuten respiratorischen Erkrankungen in der Saison 2025/26, Berlin 2026 | DOI: 10.25646/14398. https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2025_2026/2026-39.pdf
- Warren-Gash C, et al. Eur Respir J. 2018 Mar 29;51(3):1701794.
- Andrew MK, et al. J Am Geriatr Soc. 2021 Mar;69(3):696-703.
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- Centers for Disease Control and Prevention. Flu & People with Diabetes. Stand: 01.09.2026. unter: https://www.cdc.gov/flu/highrisk/diabetes.htm#print (abgerufen: 12.10.2026).
MAT-DE-2502742-2.0-10/2026