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Diese Website richtet sich an medizinische Fachkreise in Deutschland.

Lupe mit weißem Kreuz auf blauem Hintergrund

Bei diesen Symptomen/Untersuchungsbefunden sollte der Verdacht auf Morbus Pompe fallen:

Infantile Verlaufsform – infantile-onset Pompe Disease (IOPD)

Säuglinge mit IOPD werden im Mittel im frühen Säuglingsalter diagnostiziert aufgrund

  • der ausgeprägten rumpfbetonten Muskelschwäche/-hypotonie (floppy infant)
  • des vergrößerten Herzens/Kardiomegalie  
  • der raschen Progression (Lebenserwartung unbehandelt meistens <1 Jahr)

Weitere Anzeichen können sein:

  • Trinkschwierigkeiten mit starkem Schwitzen  
  • Gedeihstörung
  • Verzögerung der motorischen Entwicklung
  • rezidivierende Infekte

Außerdem kann die orientierende neurologische Untersuchung wichtige Hinweise auf das Vorliegen der Erkrankung geben.1,2

Infografik zeigt mögliche Symptome des infantilen Morbus Pompe mit Abschnitten zu Muskeln, Atmungsorganen, Herz und Laborparametern, ergänzt durch eine Illustration eines Babys mit erhobenem Bein.

Abb.: Mögliche Symptome - Red Flags - der infantilen Verlaufsform des Morbus Pompe3

Grafik eines Zebras mit weißen Kopfhöhrern
Sie wünschen sich noch mehr Wissen "auf die Ohren" dann hören Sie in unseren Podcast "Zebras on Air" in Episode 2 rein: "Floppy infant und dickes Herz – Hätten Sie an Morbus Pompe gedacht?"

Späte Verlaufsform – late-onset Pompe Disease (LOPD)

Betroffene mit der juvenilen bzw. adulten Verlaufsform – also Kinder, Jugendliche und Erwachsene – berichten anamnestisch typischerweise über Symptome einer proximalen Muskelschwäche und/oder einer muskulären Atemschwäche. Dazu gehören etwa

Ursache für letztere können nächtliche Atmungsstörungen sein.

Grafik zeigt mögliche Symptome des juvenilen Morbus Pompe mit farblich markierten Bereichen für Muskeln, Atmungsorgane und Laborparameter sowie einer menschlichen Körperabbildung mit hervorgehobener Muskulatur.

Abb.: Mögliche Symptome - Red Flags - der juvenilen Verlaufsform des Morbus Pompe3,4

Darstellung eines menschlichen Körpers mit hervorgehobenen Muskelgruppen und Textfeldern zu möglichen Symptomen des adulten Morbus Pompe, darunter Muskel- und Atemschwäche sowie erhöhte Kreatinkinasewerte.

Abb.: Mögliche Symptome - Red Flags - der späten Verlaufsform des Morbus Pompe5

Video: Bei welchen Anzeichen sollte auf jeden Fall der Verdacht auf Morbus Pompe fallen? (Dr. med. Bertold Schrank, Oberarzt Fachbereich Neurologie, DKD HELIOS Klinik Wiesbaden, Wiesbaden)

Grafik eines Zebras mit weißen Kopfhöhrern
Sie wünschen sich noch mehr Wissen "auf die Ohren" dann hören Sie in unseren Podcast "Zebras on Air" in Episode 9 rein: "Think one, see one, do one, teach one: Was muss auf der Suche nach einem Morbus Pompe beachtet werden?”

Was mache ich bei einem Verdachtsfall?

Die Diagnose Morbus Pompe kann durch die Bestimmung der Enzymaktivität der sauren α‑1,4-Glukosidase mit anschließender genetischer Diagnosesicherung erfolgen. Dies ist unter anderem mit einem Trockenbluttest möglich.

Verschiedene Labore bieten solche Untersuchungen an. Neben lokalen Laboren an Universitätskliniken können das auch Anbieter von Großlaboren sein. 

Sie haben Fragen dazu? Sprechen Sie uns für mehr Informationen dazu gerne an.

Bei positivem Befund empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Morbus Pompe Behandlungszentrum.

Da die Erkrankung als Myopathie (Muskelerkrankung) vom Symptombild zu den neuromuskulären Erkrankungen zählt, finden sich Spezialist*innen für M. Pompe vor allem an Kliniken für Neurologie (neuromuskulären Zentren) und Pädiatrie, insbesondere Neuropädiatrie. In einem u.a. auf Morbus Pompe spezialisierten Zentrum arbeiten Ärzt*innen der verschiedenen Fachgebiete interdisziplinär zusammen.

Erfahren Sie mehr über:

Häufig gestellte Fragen zum Verdacht von Morbus Pompe

Welche Symptome sollten den Verdacht auf Morbus Pompe wecken?

Bei der infantilen Verlaufsform (IOPD) sind die klassischen Warnzeichen ausgeprägte Muskelhypotonie (Floppy Infant), Kardiomegalie und Atemprobleme in den ersten Lebensmonaten. Bei der späten Verlaufsform (LOPD) weisen progrediente proximale Muskelschwäche, Schwierigkeiten beim Aufstehen aus dem Sitzen, Probleme beim Treppensteigen sowie nächtliche Atemprobleme und erhöhte CK-Werte im Blut auf Morbus Pompe hin.1-3

Was sollte bei Verdacht auf Morbus Pompe unternommen werden?

Bei Verdacht auf Morbus Pompe sollte umgehend eine Überweisung zu einem spezialisierten Morbus-Pompe-Behandlungszentrum erfolgen. Gleichzeitig sollte eine Bestimmung der GAA-Enzymaktivität (z. B. mittels Trockenblutkarte) sowie eine genetische Analyse veranlasst werden. Auch eine weiterführende Diagnostik wie Elektromyographie, Muskelbiopsie oder Kreatinkinase-Bestimmung kann sinnvoll sein.1,2,4,5

Header-Foto: ©Getty Images (champpixs) MAT-DE-2302490 - v3.0 - 06/2026