- Wissen
- Quelle: Campus Sanofi
- 09.01.2026
Heidis Geschichte: Pertussis kann jeden treffen

Eine aktive, sportliche Frau wird von starken Hustenattacken monatelang aus ihrem Leben gerissen – so erlebte Heidi Duckworth ihre schwerverlaufende Pertussis-Erkrankung. Heute würde sie sich mit einer Auffrischimpfung vor einer Pertussis-Infektion schützen.
Pertussis – nur eine Kinderkrankheit? Nein, denn auch gesunde Erwachsene können sich mit Pertussis-Erregern infizieren und in seltenen Fällen schwer erkranken.1 So erging es Heidi Duckworth. Die 53-Jährige ist eine sportliche Frau, die mitten im Leben steht. Sie reitet gerne und fährt Jet-Ski. Bis sie eines Nachts mit schwerer Atemnot aufwachte und sich stationär behandeln lassen musste. Diagnose: Pertussis.
Pertussis – ein häufig unterschätztes Risiko
Es folgten mehrere Monate mit starkem, für Pertussis charakteristischem Husten, der aufgrund seiner Dauer häufig auch als ‚100-Tage-Husten‘ bezeichnet wird. Sie konnte weder arbeiten noch ihrem Reithobby nachgehen. Heidi Duckworth wusste bis zu ihrer Erkrankung wenig über Pertussis. Ihr war vorher nicht klar, wie schwer Pertussis verlaufen kann und dass die Impfung im Kindesalter nicht ein Leben lang schützt. Mit dem, was sie heute weiß, hätte sie sich mit einer Impfung vor Pertussis geschützt.
Heidis Pertussis-Geschichte
Nach monatelangem Husten wieder zurück ins Leben – in diesem Video erzählt Heidi Duckworth wie sie ihre Pertussis-Erkrankung erlebt hat und warum sie sich heute mit einer Impfung schützen würde.
Pertussis kann auch Erwachsene treffen
Pertussis ist eine hochansteckende Erkrankung: Eine infizierte Person kann bis zu 17 weitere Menschen anstecken.2

Am häufigsten erkranken nicht bzw. noch nicht vollständig geimpfte Säuglinge an Pertussis.1 Allerdings können auch Erwachsene einen schweren Pertussis-Verlauf erleben. Bis zu etwa 1 von 10 Erwachsenen, die an Pertussis erkranken, muss aufgrund der Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert werden.2,3
Mit der Auffrischimpfung vor Pertussis-Risiken schützen

Die Impfung ist die beste Präventionsmaßnahme gegen eine Pertussis-Erkrankung.5 Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt:6
- Bei allen Erwachsenen: Einmalig eine Tdapa-Kombinationsimpfung mit der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (bei gegebener Indikation mit einem Tdap-IPVb-Kombinationsimpfstoff).
- Bei allen Schwangeren: Zu Beginn des 3. Trimenons der Schwangerschaft eine Auffrischimpfung mit einem Tdap-Kombinationsimpfstoff unabhängig vom Abstand zu einer vorherigen Pertussis-Impfung und in jeder Schwangerschaft (bei erhöhter Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt im 2. Trimenon).
- Alle 10 Jahre eine Dosis Pertussis-Impfstoff:
- bei Beschäftigen im Gesundheitsdienst und in Gemeinschaftseinrichtungen.
- bei engen Haushaltskontaktpersonen und Betreuenden eines Neugeborenen (spätestens 4 Wochen vor der Geburt des Kindes).
Referenzen
Fußnoten:
aTdap: Tetanus-Diphtherie-(azellulär) Pertussis
bTdap-IPV: Tetanus-Diphtherie-(azellulär) Pertussis, inaktiviertes Poliovirus
Quellen:
- Robert Koch-Institut (RKI), RKI-Ratgeber, Keuchhusten (Pertussis). Stand: 26.02.2024, unter: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Pertussis.html (abgerufen: 06.08.2025)
- Kilgore PE, et al. Pertussis: Clin Microbiol Rev. 2016;29:449-486.
- De Serres G, et al. J Infect Dis. 2000;182(1):174-9.
- Crowcroft NS, Pebody RG. Lancet. 2006;367(9526): 926-36.
- Robert Koch-Institut (RKI). Schutzimpfung gegen Pertussis: Häufig gestellte Fragen und Antworten. Stand 02.12.2024. unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/Pertussis/FAQ-Liste_Pertussis_Impfen.html (abgerufen: 06.08.2025)
- Robert Koch-Institut (RKI). Epid Bull 2025;4:1-75.
MAT-DE-2503400-1.0-01/2026