- Wissen
- Quelle: Campus Sanofi
- 26.05.2026
Risikostratifizierung beim Multiplen Myelom

Prognosefaktoren und klinische Einordnung
Die Risikostratifizierung beim Multiplen Myelom beschreibt die Einteilung von Patient*innen in verschiedene Risikogruppen basierend auf prognostisch relevanten Faktoren, wie zytogenetischen sowie laborchemischen und klinischen Parametern. Dadurch wird eine Einschätzung der biologischen Aggressivität der Erkrankung und eine Unterstützung der individuellen Therapieplanung ermöglicht.1, 2
Zentrale Faktoren der Risikostratifizierung beim Multiplen Myelom
Die Risikoeinschätzung basiert auf einer Kombination mehrerer Parameter:1,2
| Zytogenetische Aberrationen (mittels FISH)1,3,4 | Laborchemische Parameter1,3,4 | Klinische Faktoren1,5 |
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Dynamische Risikobewertung im Myelom-Krankheitsverlauf
Die Risikostratifizierung ist ein dynamischer Prozess, der im Krankheitsverlauf regelmäßig überprüft und angepasst werden sollte, um so die Behandlungsstrategie optimal zu unterstützen. Bei Verdacht auf Rezidiv der Erkrankung empfiehlt es sich, die initialen durchgeführten Untersuchungen zu wiederholen, um die aktuelle Krankheitscharakteristik zu erfassen und eine passende Therapieentscheidung treffen zu können.5
Integration in klinische Praxis und Studien
Die Risikostratifizierung ist integraler Bestandteil moderner Therapieentscheidungen und wird sowohl im klinischen Alltag als auch in Studien eingesetzt. Sie ermöglicht eine differenzierte Bewertung der Prognose, erhöht die Vergleichbarkeit zwischen Studien und trägt dazu bei, Patient*innen individueller zu behandeln.1–5

Eine Übersicht über weitere Aspekte zum Multiplen Myelom liefert der Artikel „Multiples Myelom –
Grundlagen, Definition und Überblick“.
Abkürzungen:
FISH = Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung; LDH = Laktatdehydrogenase.
Referenzen
- Rajkumar SV. Am J Hematol. 2022; 97(8): 1086-1107.
- https://www.myeloma.org/imwg/imwg-consensus-risk-stratification-multiple-myeloma. Zugriff am 27.04.2026.
- Palumbo A, et al. J Clin Oncol. 2015; 33: 2863-69.
- D’Agostino M, et al. J Clin Oncol 2022; 40: 3406-3418.
- https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Multiples_Myelom/LL_Multiples_Myelom_Langversion_1.0.pdf. Zugriff am 23.04.2026.
MAT-DE-2601986 – V1.0 – 05/2026
