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Typ-1-Diabetes (T1D) ist eine Autoimmunerkrankung, bei der autoreaktive T-Zellen die insulinproduzierenden Betazellen des Pankreas progressiv zerstören.1 Entgegen der weit verbreiteten Annahme haben 90 % der Betroffenen keine nahen Verwandten mit T1D.2, 3 Zusätzlich ist T1D häufig mit einer Vielzahl anderer endokrinen Autoimmunerkrankungen (AIE) assoziiert4-6– eine klinisch bedeutsame Verbindung, die im Praxisalltag noch zu wenig Beachtung findet.

Das Risiko für assoziierte Autoimmunerkrankungen ist real – und größer als oft gedacht

Wenn ein*e Patient*in mit Hashimoto-Thyreoiditis oder Zöliakie in die Praxis kommt, denken Sie dann auch an ein T1D-Risiko? Die Daten sprechen eine klare Sprache: Eine aktuelle Literaturübersicht zeigt, dass das T1D-Risiko bei Personen mit bestehenden Autoimmunerkrankungen teilweise erheblich erhöht ist.7

  • Morbus Addison: 11,7-fach erhöhtes T1D-Risiko
  • Morbus Basedow: 9,9-fach erhöhtes T1D-Risiko
  • Myasthenia gravis: 7,6-fach erhöhtes T1D-Risiko
  • Primär biliäre Cholangitis: 7,5-fach erhöhtes T1D-Risiko
  • Hashimoto-Thyreoiditis: 6,1-fach erhöhtes T1D-Risiko
  • Zöliakie: 4,1-fach erhöhtes T1D-Risiko
  • Colitis ulcerosa / Vitiligo: jeweils 2,0-fach erhöhtes T1D-Risiko
  • Juvenile idiopathische Arthritis: 1,8-fach erhöhtes T1D-Risiko

Die Analyse einer großen US-Versicherungsabrechnungsdatenbank bestätigt diese Aussagen: die T1D-Inzidenz bei Personen mit einer anderen Autoimmunerkrankung war
2- bis 3-fach höher als in Kontrollgruppen – insbesondere bei Personen unter 18 Jahre.8

Diese Risikoerhöhungen sind nicht nur statistischer Natur: Personen mit Zöliakie und autoimmuner Thyreoiditis wiesen im Vergleich zu Kontrollpersonen bereits eine höhere Prävalenz der T1D-Autoantikörper GADA und IA-2A auf – ein Hinweis darauf, dass der Autoimmunprozess gegen Betazellen in dieser Population bereits subklinisch aktiv war.7 T1D kann zudem Teil eines Autoimmunen Polyendokrinen Syndroms (APS-2) zusammen mit Schilddrüsen- oder Nebennierenerkrankungen sein.7
Daher empfiehlt auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft in ihren Praxisempfehlungen die Testung auf T1D-Autoantikörper bei Patient*innen mit APS.9
 

Auch familiär relevant:

Kinder haben ein erhöhtes T1D-Risiko: bei Eltern mit Zöliakie 2,73-fach, Eltern mit Morbus Addison 2,41-fach und bei Eltern mit Hashimoto-Thyreoiditis 2,35-fach.10

Bidirektionale Assoziation

Eine große britische Datenbankanalyse mit über 22 Millionen Individuen bestätigt außerdem die bidirektionale Assoziation von T1D mit anderen AIE: Personen mit T1D (Manifestation vor dem 20. Lebensjahr) hatten ein bis zu 28-fach erhöhtes Risiko für Zöliakie und ein 26-fach erhöhtes Risiko für Morbus Addison.11

Die Autoantikörpertestung ist ein einfacher Bluttest2, 3– und kann für Ihre Patient*innen den entscheidenden Unterschied machen: zwischen einer ungeplanten, komplikationsreichen Erstmanifestation24 und einer kontrollierten, frühzeitig begleiteten Diagnose. Zudem eröffnet sie die Möglichkeit eine krankheitsmodifizierende Therapie rechtzeitig in Erwägung zu ziehen.25

Weiterführende Informationen zur krankheitsmodifizierenden Therapieoption finden Sie hier: https://pro.campus.sanofi/de/produkte/teizeild
 

Teizeild® Pflichttext

MAT-DE-2602140-1.0-06/2026