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Diese Website richtet sich an medizinische Fachkreise in Deutschland.

Mann wird geimpft

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt eine jährliche Auffrischimpfung gegen COVID-19 unter anderem für folgende Personengruppen:1

  • Menschen ab 60 Jahren
  • Personen ab 6 Monaten mit relevanten Grunderkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf einhergehen
  • Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen
  • Medizinisches und pflegerisches Personal mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen

Empfohlen werden zugelassene mRNA- sowie Protein-basierte Impfstoffe mit einer jeweils von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Variantenanpassung. Die Impfung sollte jeweils im Herbst erfolgen.1

Deutliche Impflücke bei Risikogruppen

Surveillance-Daten des RKI zeigen, dass die Auffrischimpfquoten in Risikogruppen deutlich unter den Influenza-Impfquoten (34 bzw. 28 %) liegen. Trotz Impfempfehlung haben sich in Deutschland in der Saison 2024/2025 nur 13 % der Menschen ab 60 Jahren gegen COVID-19 impfen lassen – bei Personen mit Grunderkrankungen lag die Impfquote sogar nur bei 8 %.2

Impfquoten# für Influenza und COVID-19 Saison 2024/2025+,2

Personen ≥ 60 Jahre
Personen mit Grunderkrankungen

Abb. erstellt nach Robert Koch-Institut (RKI), VacMap2.


COVID-19 bleibt Gesundheitsrisiko – besonders für ältere Menschen

COVID-19 geht noch immer mit einer hohen Krankheitslast einher – insbesondere in der Altersgruppe ab 60 Jahren.3 Das Risiko für schwere Krankheitsverläufe, Hospitalisierungen und Todesfälle steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Das Sterberisiko ist laut RKI bei 65- bis 74-Jährigen rund 60-fach höher als bei jungen Erwachsenen, und bei über 75-Jährigen steigt es nochmals deutlich.$,4

Influenza- und COVID-19-Epidemiologie in Deutschland Saison 2023/24 vs. 2024/255,6

Influenza- und COVID-19-Epidemiologie in Deutschland Saison 2023/24 vs. 2024/25

Abb. erstellt nach Robert Koch-Institut (RKI). ARE-Wochenberichte.5,6


STIKO empfiehlt jährliche COVID-19-Auffrischimpfung für Risikogruppen

Ziel der COVID-19-Impfung gemäß STIKO ist es nicht primär, jede Infektion zu verhindern, sondern schwere Krankheitsverläufe, Hospitalisierungen und Todesfälle effektiv zu reduzieren. Die STIKO bewertet hierfür regelmäßig die verfügbare Evidenz zu Wirksamkeit und Sicherheit der zugelassenen Impfstoffe.1 Die STIKO empfiehlt für die genannten Risikogruppen eine jährliche Auffrischimpfung, da der Immunschutz im Laufe der Zeit nachlassen kann.1

Sicherheit und Verträglichkeit der COVID-19-Impfstoffe

Die STIKO bewertet die Sicherheit der zugelassenen COVID-19-Impfstoffe kontinuierlich auf Basis klinischer Studien und laufender Überwachungsdaten. Insgesamt zeigen sie ein günstiges Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil, wobei Nebenwirkungen überwiegend leicht bis moderat sind und in der Regel innerhalb weniger Tage abklingen. Auch als Auffrischimpfung wurden keine neuen oder unerwarteten Sicherheitsaspekte beobachtet.1

Kombinierte Impfung möglich: COVID-19 und Influenza an einem Termin

Gemäß RKI ist eine gleichzeitige Verabreichung von COVID-19-Impfstoffen mit anderen Totimpfstoffen, wie z. B. der Influenza-Impfung, möglich. Dies erleichtert es, Impflücken zu schließen und den Impfstatus im Rahmen eines Impfpass-Checks effizient zu aktualisieren.1 Bei Lebendimpfstoffen sollte allerdings ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach einer COVID-19-Impfung eingehalten werden.


MAT-DE-2600786-1.0-03/2026