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- Quelle: Campus Sanofi
- 06.08.2026
Multiples Myelom: Warum die Erstlinientherapie-Entscheidung heute wichtiger ist denn je

Die Bedeutung der ersten Therapieentscheidung
Das Multiple Myelom ist eine maligne Erkrankung der Plasmazellen und zählt zu den häufigsten hämatologischen Neoplasien. Trotz erheblicher therapeutischer Fortschritte gilt es weiterhin als chronische, bislang nicht heilbare Erkrankung.1, 2 Die Wahl der Erstlinientherapie ist beim Multiplen Myelom entscheidend für den Langzeiterfolg. Ein tiefes und anhaltendes Ansprechen verlängert das progressionsfreie Überleben und erhält die Lebensqualität der Patient*innen. Da Ansprechdauer und Ansprechtiefe im Rezidiv häufig mit jeder weiteren Therapielinie abnehmen und nicht alle Patient*innen eine Folgetherapie erreichen, kommt der Wahl einer wirksamen Erstlinientherapie beim Multiplen Myelom eine besondere Bedeutung zu.1–3
Individualisierte Therapie als neuer Standard
Die Behandlung des neu diagnostizierten Multiplen Myeloms basiert heute auf einer risikoadaptierten und patientenorientierten Strategie. Ein wesentlicher Unterscheidungsfaktor ist dabei die Eignung für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT). Bei transplantationsgeeigneten Patient*innen umfasst die Therapie typischerweise eine Induktionstherapie, gefolgt von einer Hochdosistherapie mit ASZT sowie einer Erhaltungstherapie. Für nicht transplantationsgeeignete Patient*innen stehen hingegen kontinuierliche medikamentöse Behandlungskonzepte im Vordergrund.1,2
Der neue Drug Report des Thieme-Verlags behandelt die Erstlinientherapie beim Multiplen Myelom für Patient*innen mit und ohne Transplantationseignung. Die Autoren Prof. Dr. Florian Bassermann und Dr. Jens Kisro beleuchten die Verwendung von Quadruplet-Regimen und gehen dabei auf Wirkmechanismen, klinische Studien, Applikationsformen und Wirtschaftlichkeit von Anti-CD38-Antikörpern ein.
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Autoren des Drug Reports
ist Experte für Hämatologie und Onkologie. Sein Forschungsgebiet ist die molekulare Pathophysiologie von malignen Erkrankungen. Prof. Bassermann studierte Medizin in Ulm, München und New York und schloss sein Studium 2002 an der Technischen Universität München (TUM) ab. Zwischen 2006 und 2009 arbeitete er als Post-Doktorand an der New York University. Nach seiner Rückkehr nach München leitete er eine DFG-geförderte Forschungsgruppe und erlangte den Facharzttitel für Innere Medizin und Hämatologie/Onkologie. Seit November 2017 ist Prof. Bassermann Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III (Hämatologie/Onkologie) am Klinikum rechts der Isar der TUM.
ist Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie. 1993 schloss er sein Medizinstudium an der Universität zu Lübeck ab. Dort schloss er 1999 ebenfalls seine Promotion ab. Seit 2008 ist er erster Vorsitzender des Onkologischen Zentrums Lübeck.
Abkürzungen:
ASZT = autologe Stammzelltransplantation; DFG = Deutsche Forschungsgemeinschaft; NDMM = neu diagnostiziertes Multiples Myelom; TUM = Technische Universität München.
Refrenzen:
- Onkopedia-Leitlinie: Multiples Myelom. Stand 10/2024. https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/multiples-myelom/@@guideline/html/index.html. Zugriff am 04.08.2026.
- Leitlinienprogramm Onkologie. S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patient*innen mit monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) oder Multiplem Myelom, Version 1.0. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Multiples_Myelom/LL_Multiples_Myelom_Langversion_1.0.pdf. Zugriff am 04.08.2026.
- Yong K, et al. Br J Haematol. 2026; 175: 252–264.
MAT-DE-2603018 – V1.0 – 08/2026