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Patient beim Beratungsgespräch im Rahmen seiner NDMM-Diagnose

Weichen stellen für die Zukunft

Das neu diagnostizierte Multiple Myelom (NDMM) stellt einen entscheidenden Zeitpunkt im Krankheitsverlauf dar, an dem die Weichen für die weitere Therapie und Prognose gestellt werden. Ziel der Behandlung ist es, die Krankheitsaktivität möglichst rasch zu kontrollieren, organschädigende Manifestationen zu verhindern und eine tiefe sowie möglichst langanhaltende Remission zu erreichen. Fortschritte in der Therapie haben in den vergangenen Jahren zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Behandlungsoptionen geführt.1–3

Patient*innencharakteristika und Therapieplanung beim NDMM

Die Wahl der initialen Therapie beim NDMM richtet sich maßgeblich nach individuellen Patient*innen- und Krankheitsmerkmalen. Ein zentraler Faktor ist die Einschätzung der Transplantationseignung. Transplantationsgeeignete Patient*innen sind in der Regel jünger und weisen einen guten Allgemeinzustand bei geringer Komorbiditätslast auf. Für diese Gruppe kann eine Hochdosistherapie mit anschließender autologer Stammzelltransplantation Teil des Therapiekonzepts sein. Bei nicht transplantationsgeeigneten NDMM-Patient*innen stehen andere, individuell angepasste Therapieansätze im Vordergrund, wobei Aspekte wie Frailty, Komorbiditäten und Therapieverträglichkeit besonders berücksichtigt werden.1,2

Therapielandschaft in der Erstlinie des NDMM

Die Behandlung des NDMM basiert heute in der Regel auf Kombinationstherapien aus mehreren Wirkstoffklassen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen. Ziel ist es, durch die Kombination eine möglichst effektive Krankheitskontrolle zu erreichen. Insbesondere sogenannte Quadruplet-Regime, die vier Wirkstoffkomponenten kombinieren, gewinnen zunehmend an Bedeutung in der Erstlinientherapie. Diese Regime zielen darauf ab, eine tiefe Remission bereits früh im Krankheitsverlauf zu erzielen. Die konkrete Auswahl und Ausgestaltung der Therapie erfolgt individuell unter Berücksichtigung von Risikofaktoren, Patient*innenpräferenzen und potenziellen Nebenwirkungen.1–3

Bedeutung einer individualisierten NDMM-Therapie

Das Multiple Myelom ist eine heterogene Erkrankung mit variabler Prognose. Neben klinischen Faktoren spielen auch zytogenetische Risikokonstellationen eine wichtige Rolle bei der Therapieplanung. Eine individualisierte Behandlungsstrategie, die sowohl die Krankheitsbiologie als auch patient*innenspezifische Aspekte berücksichtigt, ist daher entscheidend für den Therapieerfolg.1,2

Das Multiple Myelom ist eine seltene Krebserkrankung, die vor allem ältere Männer betrifft

Eine Übersicht über weitere Aspekte zum Multiplen Myelom liefert der Artikel „Multiples Myelom – 
Grundlagen, Definition und Überblick“.

Abkürzungen:
NDMM = neu diagnostiziertes Multiples Myelom.

MAT-DE-2602100 – V1.0 – 06/2026