- Wissen
- Quelle: Campus Sanofi
- 07.05.2026
Nach ACS: Lipidmanagement in der Nachsorge

Sanofi fördert gezielt Projekte, die Ärzt*innen in ihrer täglichen Arbeit unterstützen, um das Lipidmanagement von Patient*innen mit akutem Koronarsyndrom (ACS) und sehr hohem kardiovaskulären Risiko (CV-Risiko) zu erleichtern.
Patient*innen mit sehr hohem CV-Risiko identifizieren – nach erstem ACS
Etwa 40 % Ihrer Patient*innen können gemäß der ESC/EAS-Leitlinie einem sehr hohen Risiko ausgesetzt sein.1,2
Nach einem ersten ACS besteht für diese Patient*innen ein unmittelbares Risiko, ein weiteres CV-Ereignis zu erleiden, wenn es nicht gelingt, ihren LDL-C-Wert schnell unter Kontrolle zu bekommen.3

Wie können Patient*innen mit sehr hohem CV-Risiko identifiziert werden?


Diese beispielhaften Patient*innenfälle vermitteln ein Bild von Patient*innen post-ACS mit sehr hohem CV-Risiko.
Therapieziel für den LDL-C-Wert

Modifiziert nach: 4
niedrig
- SCORE2/SCORE2-OP < 2 %
moderat
- SCORE2/SCORE2-OP ≥ 2 % und < 10 %
- Junge DM-Patient*innen (Alter bei T1DM < 35 J., T2DM < 50 J.) mit Krankheitsdauer < 10 Jahre ohne weitere Risikofaktoren
hoch
- SCORE2/SCORE2-OP ≥ 10 % und < 20 %
- Stark erhöhter einzelner Risikofaktor, insbesondere TC > 310 mg/dl (> 8 mmol/l), LDL-C > 190 mg/dl (> 4,9 mmol/l) oder Blutdruck > 180/110 mmHg
- DM ohne Endorganschäden mit Dauer ≥ 10 Jahre oder zusätzlichem Risikofaktor
- Moderate chronische Niereninsuffizienz mit eGFR 30–59 ml/min/1,73 m²
- Familiäre Hypercholesterinämie ohne anderen Hauptrisikofaktor
sehr hoch
- SCORE2/SCORE2-OP ≥ 20 %
- ASCVD (klinisch/Bildgebung)
- DM mit Organschäden oder ≥ 3 Hauptrisikofaktoren oder früher Beginn eines T1DM von langer Dauer (> 20 Jahre)
- Schwere chronische Niereninsuffizienz mit eGFR < 30 ml/min/1,73 m²
- Familiäre Hypercholesterinämie mit ASCVD oder anderem Hauptrisikofaktor
extrem hoch
- ASCVD-Patient*innen, die trotz max. tolerierter Statin-Therapie wiederholte CV-Ereignisse erleben
- Patient*innen mit polyvaskulärer Erkrankung (z. B. koronar oder peripher)
Lipidmanagement bei sehr hohem kardiovaskulären Risiko

Ein authentischer Patientenbericht über das Erlebnis „Herzinfarkt“, Erfahrungen nach der Diagnose und wie sich das Leben danach verändert hat:
Patient*innen mit sehr hohem CV-Risiko identifizieren und das Risiko für das nächste Akut-Ereignis reduzieren

Intensiv behandeln, kombinieren und frühzeitig beginnen!
73 % der wiederkehrenden CV-Ereignisse, die im ersten Jahr nach einem Myokardinfarkt auftreten, ereignen sich in den ersten 6 Monaten (kumulative Rate von Myokardinfarkt, Schlaganfall und Tod durch kardiovaskuläre Ereignisse: 13,3 % und 18,3 % nach 6 bzw. 12 Monaten).3
Eine adäquate Zielwerterreichung reduziert das Risiko für ein erneutes Ereignis nach einem ACS.
Durchschnittliche LDL-C-Senkung verschiedener pharmakologischer Therapien mit nachgewiesenem kardiovaskulärem Nutzen4

Modifiziert nach: 4
Empfehlungen der ESC/EAS-Leitlinie2,4 für Patient*innen mit sehr hohem Risiko
Empfehlungsgrad&/Evidenzgrad¥
I A
- Initiieren oder Fortsetzen einer hochintensiven Statin-Therapie bei allen Statin-toleranten Patient*innen unabhängig vom LDL-C-Wert2
- PCSK9i hinzufügen†, wenn bei Patient*innen mit sehr hohem Risiko trotz maximal verträglicher Statin-Therapie + Ezetimib + Bempedoinsäure° der LDL-C-Zielwert nicht erreicht wurde2
I B
- Nicht-Statin-Therapien mit nachgewiesenem kardiovaskulärem Nutzen, allein oder in Kombination, für Patient*innen, die keine Statine einnehmen können. Wahl sollte auf dem Ausmaß der zusätzlich benötigten LDL-C-Senkung basieren4
- Ezetimib hinzufügen, wenn das Ziel trotz maximal verträglicher Statin-Therapie nicht erreicht wurde2
- Bempedoinsäure hinzufügen bei Patienten, die keine Statin-Therapie einnehmen können4
I C
- Intensivierung der lipidsenkenden Therapie während der Index-ACS-Hospitalisation für Patient*innen mit lipidsenkender Therapie vor der Krankenhausaufnahme4
IIa B
- Beginn der hochintensiven Statin-Therapie in Kombination mit Ezetimib bei Patient*innen, die bisher unbehandelt sind und bei denen das LDL-C-Ziel voraussichtlich nicht mit einer Statin-Therapie allein erreicht werden kann4
IIa C
- Die Zusatzgabe von Bempedoinsäure zur maximal verträglichen Statin-Dosis, mit oder ohne Ezetimib, bei Patient*innen mit hohem oder sehr hohem Risiko4
Die „2019 ESC/EAS-Leitlinie zur Behandlung von Dyslipidämien: Lipidmanagement zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos“ ist als deutsche Kurzfassung über die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. gedruckt und auch kostenlos digital verfügbar unter diesem Link.
Das fokussierte Update der ESC/EAS-Leitlinie 2025 für das Management der Dyslipidämien befasst sich mit Änderungen der Empfehlungen zur Behandlung von Dyslipidämien auf der Grundlage neuer Erkenntnisse, die seit der Version von 2019 bis zum 31. März 2025 veröffentlicht wurden, und ergänzt diese. Es ist kostenlos digital verfügbar unter diesem Link.
Sanofi übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und dauerhafte Erreichbarkeit von Webseiten Dritter.
ACS EuroPath – Optimierung der Behandlungswege von ACS-Patient*innen in Europa
ACS EuroPath ist ein wegweisendes Programm, das seit 2018 das Ziel hat, den Behandlungsweg der ACS-Patient*innen und deren Therapieergebnisse zu verbessern.6,7,8

Ziel:
„ACS patient pathway project“ Umfrage zur Erhebung des Lipidmanagements von ACS-Patient*innen#,7
Zusammenfassung:
Patient*innen mit akutem Koronarsyndrom (ACS) haben trotz der Verfügbarkeit wirksamer Therapien ein sehr hohes Risiko für wiederkehrende Ereignisse und Mortalität. Ziel dieser Studie war es, die Umsetzung der ESC/EAS-Leitlinie bei der Behandlung von ACS-Patient*innen und die Wirksamkeit der Sekundärprävention in sieben europäischen Ländern zu bewerten.
Ziel:
Selbstbewertungstool zur Einschätzung des Lipidmanagements bei Hochrisikopatient*innen und lokale europäische Erfolgsinitiativen8,9
Zusammenfassung:
Toolkit: Im Jahr 2018 identifizierte die ACS-EuroPath-Umfrage, die in Zusammenarbeit mit 555 europäischen Kardiolog*innen durchgeführt wurde, ein suboptimales LDL-C-Management bei Patient*innen nach ACS, trotz der Verfügbarkeit zahlreicher effektiver Therapieoptionen. Basierend darauf wurde im Rahmen des ACS EuroPath II-Projekts ein Selbstbewertungstool zur Verbesserung des Lipidmanagements bei Hochrisikopatient*innen unter Berücksichtigung der neuen ESC/EAS-Leitlinie 2019 entwickelt.
Best practice:
Nach einem akuten Koronarsyndrom (ACS) haben Patient*innen ein sehr hohes kardiovaskuläres Risiko. Das Lipidmanagement von ACS-Patient*innen ist insgesamt suboptimal. Gründe dafür sind die mangelnde Umsetzung von Leitlinien durch die Ärzt*innen, mangelnde Patient*innen-Adhärenz und das Fehlen standardisierter Verfahren. Um diese Lücken zu schließen, haben einige europäische Länder lokale Initiativen für das Lipidmanagement von ACS-Patient*innen gestartet. Die optimale Therapie während des Krankenhausaufenthalts und spezielle Nachsorgeprotokolle nach der Entlassung können bei Hochrisikopatient*innen eine signifikante Reduktion der Lipidwerte bewirken, was das Risiko für wiederkehrende Ereignisse reduzieren kann.
Ziel:
Komplementäre operative Lösungsansätze zur Optimierung des Lipidmanagements10
Zusammenfassung:
LDL-C-Reduktion ist der Schlüssel zur Verringerung des Fortschreitens atherosklerotischer Erkrankungen und wiederkehrender Ereignisse bei Patient*innen nach ACS. Das LDL-C-Management für Patient*innen nach ACS bleibt jedoch in der klinischen Praxis eine Herausforderung. Das ACS EuroPath III-Projekt wurde mit dem Ziel verfolgt, das LDL-C-Management bei Patient*innen nach ACS zu optimieren, indem die Umsetzung von Leitlinien gefördert und vorhandene Erkenntnisse in wirksame Maßnahmen umgesetzt werden.
Ziel:
„ACS patient pathway project“ Umfrage zur Erhebung des Lipidmanagements von ACS-Patient*innen11
Zusammenfassung:
Anhand einer Umfrage soll das Patient*innenmanagement nach ACS im Jahr 2022 mit dem im Jahr 2018 verglichen werden, um zu bewerten, welchen Effekt die ESC/EAS-Leitlinie 2019 für das Management von Dyslipidämien auf das Lipidmanagement bei Patient*innen mit akutem ACS hatte.
Ziel:
„ACS patient pathway project“ Umfrage zur Erhebung des Lipidmanagements von ACS-Patient*innen#,7
Zusammenfassung:
Patient*innen mit akutem Koronarsyndrom (ACS) haben trotz der Verfügbarkeit wirksamer Therapien ein sehr hohes Risiko für wiederkehrende Ereignisse und Mortalität. Ziel dieser Studie war es, die Umsetzung der ESC/EAS-Leitlinie bei der Behandlung von ACS-Patient*innen und die Wirksamkeit der Sekundärprävention in sieben europäischen Ländern zu bewerten.
Ziel:
Selbstbewertungstool zur Einschätzung des Lipidmanagements bei Hochrisikopatient*innen und lokale europäische Erfolgsinitiativen8,9
Zusammenfassung:
Toolkit: Im Jahr 2018 identifizierte die ACS-EuroPath-Umfrage, die in Zusammenarbeit mit 555 europäischen Kardiolog*innen durchgeführt wurde, ein suboptimales LDL-C-Management bei Patient*innen nach ACS, trotz der Verfügbarkeit zahlreicher effektiver Therapieoptionen. Basierend darauf wurde im Rahmen des ACS EuroPath II-Projekts ein Selbstbewertungstool zur Verbesserung des Lipidmanagements bei Hochrisikopatient*innen unter Berücksichtigung der neuen ESC/EAS-Leitlinie 2019 entwickelt.
Best practice:
Nach einem akuten Koronarsyndrom (ACS) haben Patient*innen ein sehr hohes kardiovaskuläres Risiko. Das Lipidmanagement von ACS-Patient*innen ist insgesamt suboptimal. Gründe dafür sind die mangelnde Umsetzung von Leitlinien durch die Ärzt*innen, mangelnde Patient*innen-Adhärenz und das Fehlen standardisierter Verfahren. Um diese Lücken zu schließen, haben einige europäische Länder lokale Initiativen für das Lipidmanagement von ACS-Patient*innen gestartet. Die optimale Therapie während des Krankenhausaufenthalts und spezielle Nachsorgeprotokolle nach der Entlassung können bei Hochrisikopatient*innen eine signifikante Reduktion der Lipidwerte bewirken, was das Risiko für wiederkehrende Ereignisse reduzieren kann.
Ziel:
Komplementäre operative Lösungsansätze zur Optimierung des Lipidmanagements10
Zusammenfassung:
LDL-C-Reduktion ist der Schlüssel zur Verringerung des Fortschreitens atherosklerotischer Erkrankungen und wiederkehrender Ereignisse bei Patient*innen nach ACS. Das LDL-C-Management für Patient*innen nach ACS bleibt jedoch in der klinischen Praxis eine Herausforderung. Das ACS EuroPath III-Projekt wurde mit dem Ziel verfolgt, das LDL-C-Management bei Patient*innen nach ACS zu optimieren, indem die Umsetzung von Leitlinien gefördert und vorhandene Erkenntnisse in wirksame Maßnahmen umgesetzt werden.
Ziel:
„ACS patient pathway project“ Umfrage zur Erhebung des Lipidmanagements von ACS-Patient*innen11
Zusammenfassung:
Anhand einer Umfrage soll das Patient*innenmanagement nach ACS im Jahr 2022 mit dem im Jahr 2018 verglichen werden, um zu bewerten, welchen Effekt die ESC/EAS-Leitlinie 2019 für das Management von Dyslipidämien auf das Lipidmanagement bei Patient*innen mit akutem ACS hatte.
Mehr als 60% der Patient*innen erreichen den LDL-C-Zielwert nicht12
3. Follow-up
(20 % der Patient*innen) 20 Wochen nach Entlassung

Δ Signifikanter Unterschied zwischen 2022 und 2018.
Die Ergebnisse der ACS EuroPath IV Umfrage aus dem Jahr 2022 zeigen, dass auch 20 Wochen nach Entlassung noch immer 63 % der Patient*innen nach einem akuten Koronarsyndrom ihren LDL-C-Zielwert (< 55 mg/dl; < 1,4 mmol/l) nicht erreichen.
Unsere Umfrage aus Deutschland zum Behandlungsverlauf nach einem akuten Koronarsyndrom (ACS) zeigt die vielfältigen Wege und Probleme der Patient*innen.13

Im Rahmen des ACS EuroPath Projekts wurden verschiedene Hindernisse bei der Behandlung von ACS-Patient*innen in Deutschland identifiziert. Die Umfrage unter Ärzt*innen in Deutschland zeigt, dass der Behandlungspfad nach einem akuten Koronarsyndrom komplex ist. Lange Wartezeiten auf Termine bei Fachärzt*innen, langsame Therapieeskalation, inkonsequente Befolgung der DGK- bzw. EAS/ESC- Leitlinie und fehlende Netzwerke und Kommunikation erschweren die Behandlung.
Wenn Ihr Fokus auf Patient*innen mit sehr hohem kardiovaskulären Risiko vor dem ersten Akut-Ereignis liegt, bieten wir hier weiterführende Informationen:

Serviceangebote
Um diese Herausforderungen zu überwinden, haben wir verschiedene Materialien geschaffen und Projekte initiiert, häufig in Kooperation mit Ärzt*innen.
Diese möchten wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen und Sie bei der Therapie unterstützen.
Unser Angebot rund um das Thema Lipidmanagement für Ärzt*innen und Patient*innen, für Praxisteams und Patient*innenmanagement


Unser Angebot an Unterlagen zum Selbstausfüllen für Ihre Dokumentation für die konsistente Anamneseerfassung und die Dokumentation bei der PCSK9i-Verordnung
Wir unterstützen Sie bei der Anamnese und der Dokumentation der PCSK9i-Verordnung gleichermaßen.
Laden Sie sich die Dokumente herunter – Sie können diese am Computer ausfüllen und bei Ihrer Patient*innen-Akte ablegen, um eine regelkonforme Verordnung bestmöglich sicherzustellen.
Dabei dient das Anamnesebegleitblatt der Zuweisung von z. B. Hausärzt*in an die/den Fachärzt*in, um eine zügige Therapieoptimierung mit entsprechender Vorinformation über die Krankheitsgeschichte der Patient*innen sicherzustellen.
Der Dokumentationsbogen ist für Fachärzt*innen zur PCSK9i-Einstellung vorgesehen, um eine G-BA-konforme, lückenlose Begründung für die Verordnung von z. B. Alirocumab abzuspeichern.
$ Für Personen in der Primärprävention mit familiärer Hypercholesterinämie (FH) und sehr hohem Risiko gilt Klasse IIa;
¶ Personen mit einer der folgenden Eigenschaften: klinisch oder durch eindeutigen Befund in der Bildgebung dokumentierte ASCVD. Eine dokumentierte ASCVD umfasst die Anamnese eines ACS (MI oder instabile Angina pectoris), stabile Angina pectoris, koronare Revaskularisation, Schlaganfall und TIA sowie periphere arterielle Erkrankungen. Als in der Bildgebung dokumentierte ASCVD gelten Befunde, die sich als prädisponierend für klinische Ereignisse gezeigt haben. Hierzu gehören relevante Plaques in der Koronarangiographie oder im CT (koronare Mehrgefäßerkrankung mit zwei zu > 50 % stenosierten epikardialen Hauptarterien) oder Plaques in der Ultraschalluntersuchung der Carotis oder des Femurs oder ein deutlich erhöhter CAC-Score im Herz-CT;
£ Für die Patient*innen, die noch keine lipidsenkende Therapie erhalten und bei denen zu erwarten ist, dass sie mit einer Statin-Therapie allein den LDL-C-Zielwert nicht erreichen;
a Definition siehe Empfehlungen gemäß ESC/EAS-Leitlinie2,4;
b Der Ausdruck „Ausgangswert“ bezieht sich auf den LDL-C-Spiegel bei einer Person, die keinerlei LDL-C-senkende Medikamente einnimmt. Bei Personen, die LDL-C-senkende Medikamente einnehmen, sollte der projizierte (unbehandelte) LDL-C-Ausgangswert geschätzt werden. Dies sollte auf Grundlage der durchschnittlichen LDL-C-senkenden Wirksamkeit des jeweiligen Medikaments oder der Kombination von Medikamenten basieren;
c Für die Patient*innen, die noch keine lipidsenkende Therapie erhalten und bei denen zu erwarten ist, dass sie mit einer Statin-Therapie allein den LDL-C-Zielwert nicht erreichen;
† Die EAS/ESC-Leitlinie 2019 empfehlen eine erneute Überprüfung der Lipidwerte 4–6 Wochen nach ACS, um festzustellen, ob eine ≥ 50 %ige Senkung gegenüber dem Ausgangswert erreicht wurde und die Zielwerte von LDL-C < 55 mg/dl erreicht wurden. Wenn nach 4–6 Wochen mit der maximal verträglichen Statin-Dosis der LDL-C-Zielwert nicht erreicht wird, wird eine Kombination mit Ezetimib empfohlen. Wenn nach 4–6 Wochen mit der maximal verträglichen Statin-Dosis und Ezetimib der LDL-C-Zielwert nicht erreicht wird, wird die Zugabe von PCSK9i empfohlen.2
Ω Empfehlungsgrad: Klasse I = Evidenz und/oder allgemeine Übereinstimmung, dass eine bestimmte Behandlung oder Maßnahme vorteilhaft, nützlich und wirksam ist; Klasse IIa = Das Gewicht der Evidenz und/oder der Expert*innenmeinung spricht für Nützlichkeit/ Wirksamkeit;
¥ Evidenzgrad: A = Daten aus mehreren randomisierten klinischen Studien oder Metaanalysen; B = Daten aus einer einzelnen randomisierten klinischen Studie oder aus großen nicht-randomisierten Studien; C = Übereinstimmende Expert*innenmeinung und/ oder Daten aus kleinen Studien, retrospektiven Studien oder Registern;
° Aufgrund der G-BA-Verordnungssteuerung ist in Deutschland ein Therapieversuch mit Bempedoinsäure für eine Erstattung von PCSK9i nötig;5
# Anhand eines 45-minütigen Online-Fragebogens, in dem 555 Kardiolog*innen aus 7 europäischen Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Vereinigtes Königreich, Schweiz und Niederlande) Daten von 2.775 Patient*innen sammelten, die ein ACS erlitten hatten (akut oder Follow-up, einschließlich Daten zum Lipidprofil, zu Behandlungen, zur Planung von Nachsorgeuntersuchungen und zum Nachweis einer familiären Hypercholesterinämie. Ziel der Umfrage war es, die Einhaltung der aktuellen ESC/EAS-Leitlinie während des ACS-Managements und die Wirksamkeit der Sekundärprävention bei Patient*innen nach ACS zu bewerten.
ACE = Angiotensin-konvertierendes Enzym; ACS = akutes Koronarsyndrom; ASCVD = atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankung; ASS = Acetylsalicylsäure; BA = Bempedoinsäure; BMI = Body-Mass-Index; CAC Score = Coronary Artery Calcium Score; CT = Computertomographie; CV = kardiovaskulär; DM = Diabetes mellitus; eGFR = geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; EAS = European Atherosclerosis Society; ESC = European Society of Cardiology; EZE = Ezetimib; HDL-C = Lipoprotein-Cholesterin hoher Dichte; KHK = koronare Herzkrankheit; LDL = Lipoprotein niederer Dichte; LDL-C = Lipoprotein-Cholesterin niederer Dichte; mAB = monoklonaler Antikörper; MI = Myokardinfarkt; pAVK = periphere arterielle Verschlusskrankheit; PCI = perkutane koronare Intervention; PCSK9i = Proproteinkonvertase-Subtilisin/Kexin-Typ-9-Inhibitor; SCORE = Systematic Coronary Risk Estimation (systematische Schätzung des koronaren Risikos); STEMI = ST-Hebungsinfarkt; T1DM = Diabetes mellitus Typ 1; T2DM = Diabetes mellitus Typ 2; TC = total cholesterol (Gesamtcholesterin); TIA = transitorische ischämische Attacke.
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British Heart Foundation. Heart and Circulatory Disease Statistics 2021. www.bhf.org.uk/what-we-do/our-research/heart-statistics/heart-statistics-publications/cardiovascular-disease-statistics-2021, letzter Zugriff: 18.02.2026;
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Mach F, Baigent C, Catapano AL et al. 2019 ESC/EAS Guidelines for the management of dyslipidaemias: lipid modification to reduce cardiovascular risk. Eur Heart J 2020;41(1):111–88;
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Jernberg T, Hasvold P, Henriksson M et al. Eur Heart J 2015;36(19):1163–70;
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Mach F, Koskinas KC, Roeters van Lennep JE et al. 2025 Focused Update of the 2019 ESC/EAS Guidelines for the management of dyslipidaemias. Eur Heart J 2025; 46(42):4359–78;
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Gemeinsamer Bundesausschuss. Anlage III. Anlage III: https://www.g-ba.de/downloads/83-691-1073/AM-RL-III-Verordnungseinschraenkungen_2026-02-18.pdf; letzter Zugriff: 14.04.2026;
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Catapano AL, Graham l, De Baker G et al. Eur Heart J 2016;37:2999–3058;
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Landmesser U, Pririllo A, Farnier M et al. Atheroscler Suppl 2020;42:e49–e58;
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Alings M, Descamps O, Guillon B et al. Atheroscler Suppl 2020;42:e59–e64;
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Sionis A, Catapano AL, DE Ferrari GM et al. Atherosclerosis Supplements 2020;42:e65-e71;
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Catapano AL, De Caterina R, Jukema JW et al. Clin Cardiol 2023;46:407–415;
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Laufs U, Catapano AL, De Caterina R et al. Vascular Pharmacology 2023;148:107141;
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Journal Med. Aktuelle Herausforderungen im Lipidmanagement. https://www.journalmed.de/news/medizin/aktuell-herausforderungen-lipidmanagement; letzter Zugriff: 14.04.2026.
MAT-DE-2601119-1.0-04/2026

