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Älteres Paar auf Parkbank; die Prognose des Multiple Myeloms kann unterschiedlich ausfallen

Jeder Fall ist einzigartig

Die Prognose des Multiplen Myeloms ist individuell sehr unterschiedlich und wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Durch moderne Therapiekonzepte konnte die Prognose vieler Patient*innen in den vergangenen Jahren verbessert werden, dennoch bleibt das Multiple Myelom eine komplexe und heterogene Erkrankung. Neben biologischen Eigenschaften der Erkrankung spielen unter anderem Alter, Komorbiditäten, Zytogenetik sowie das Ansprechen auf die Therapie eine wichtige Rolle.1–4

Prävalenz und Altersverteilung des Multiplen Myeloms

Das Multiple Myelom ist eine seltenere hämatologische Neoplasie, tritt jedoch mit zunehmendem Alter deutlich häufiger auf. In Deutschland wurden im Jahr 2023 etwa 3.220 Myelom-Neuerkrankungen bei Frauen und 4.130 bei Männern registriert; das mittlere Erkrankungsalter lag bei 73 Jahren für Frauen und 72 Jahren für Männer. Die 5-Jahres-Prävalenz lag bei 10.000 Frauen und 13.000 Männern.5

Die Erkrankung zeigt eine klare Altersabhängigkeit und betrifft überwiegend ältere Patient*innen. Epidemiologische Daten weisen zudem auf einen Häufigkeitsgipfel jenseits des 70. Lebensjahres sowie auf eine etwas höhere Betroffenheit von Männern hin.5

Welche Risikofaktoren sind bekannt?

Bekannte Risikofaktoren beziehungsweise Risikokonstellationen für das Multiple Myelom:1–4

  • Höheres Lebensalter
  • Männliches Geschlecht
  • Eine Vorstufe in Form einer monoklonalen Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS)
  • Familiäre Häufung
  • Exposition gegenüber ionisierender Strahlung oder bestimmten Chemikalien
  • Adipositas

Bedeutung für die klinische Einordnung

Für die klinische Praxis ist relevant, dass Risikofaktoren keine Diagnose begründen, aber die Einordnung von Warnsignalen und Vorstufen erleichtern können. Besonders wichtig ist MGUS als präneoplastische Konstellation, da daraus mit einer jährlichen Progressionsrate von etwa 1 % ein Multiples Myelom oder eine verwandte lymphoplasmazelluläre Neoplasie entstehen kann.2–5 Ein allgemeines Früherkennungsprogramm wird derzeit nicht empfohlen.2

Das Multiple Myelom ist eine seltene Krebserkrankung, die vor allem ältere Männer betrifft

Eine Übersicht über weitere Aspekte zum Multiplen Myelom liefert der Artikel „Multiples Myelom – 
Grundlagen, Definition und Überblick“.

Abkürzungen:
MGUS = Monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz.

Referenzen
  1. Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Multiples Myelom: Risiken, Ursachen und Früherkennung. https://www.krebsinformationsdienst.de/multiples-myelom/risikofaktoren-und-frueherkennung. Zugriff am 12.05.2026.
  2. National Cancer Institute. Plasma Cell Neoplasms (Including Multiple Myeloma) Treatment (PDQ®). https://www.cancer.gov/types/myeloma/patient/myeloma-treatment-pdq. Zugriff am 12.05.2026.
  3. American Cancer Society. Risk Factors for Multiple Myeloma. https://www.cancer.org/cancer/types/multiple-myeloma/causes-risks-prevention/risk-factors.html. Zugriff am 12.05.2026.
  4. Onkopedia-Leitlinie: Multiples Myelom. Stand 10/2024. https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/multiples-myelom/@@guideline/html/index.html. Zugriff am 12.05.2026.
  5. Robert Koch -Institut; Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. Krebs in Deutschland für 2025: Multiples Myelom. https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_2025.pdf?__blob=publicationFile. Zugriff am 10.06.2026.

MAT-DE-2602178 – V1.0 – 06/2026