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Stammzellen, wie sie im Rahmen einer ASZT bei transplantationsfähigen Myelom-Patient*innen zum Einsatz kommen

Worauf es heute bei der Myelom-Therapie ankommt

Die Erstlinientherapie des Multiplen Myeloms richtet sich heute nach Behandlungsindikation, Komorbidität, funktioneller Reserve und der Eignung für eine Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation. Bei der Therapieentscheidung soll sich die Eignung dabei vor allem an Komorbidität und Organfunktion und weniger am kalendarischen Alter orientieren.1,2

Therapieentscheidung bei Myelom-Erstdiagnose

Für potenziell transplantationsfähige Patient*innen bildet heute eine Vierfachkombination die Grundlage der Induktionstherapie. Daran schließen sich Stammzellmobilisation und bei geeigneten Patient*innen die autologe Stammzelltransplantation an. Auch für nicht transplantationsgeeignete Patient*innen stehen moderne Kombinationstherapien zur Verfügung, darunter PI-, IMiD- und Anti-CD38-basierte Regime in angepasster Intensität.1,2

Therapiefortführung nach Ansprechen

Nach der autologen Stammzelltransplantation kann entweder eine Konsolidierung erfolgen, bevor die Erhaltungstherapie begonnen wird, oder es wird direkt mit der Erhaltungsphase begonnen. Für eine Immunmodulatoren-basierte Erhaltung empfehlen die Leitlinien einen Beginn spätestens drei Monate nach hämatologischer Rekonstitution; sie soll mindestens zwei Jahre und sollte bis zum Progress fortgeführt werden.1,2

Supportive Therapie mitdenken

Unabhängig vom gewählten Regime bleibt die supportive Therapie integraler Bestandteil der Erstlinie. Dazu gehören osteoprotektive Maßnahmen, eine an Therapie und individuellem Risikoprofil angepasste antiinfektiöse Prophylaxe sowie – insbesondere bei IMiD-haltigen Konzepten – die Prüfung einer Thromboembolieprophylaxe.1,2

Weitere Informationen zu Therapien erhalten Sie hier.

Das Multiple Myelom ist eine seltene Krebserkrankung, die vor allem ältere Männer betrifft

Eine Übersicht über weitere Aspekte zum Multiplen Myelom liefert der Artikel „Multiples Myelom – 
Grundlagen, Definition und Überblick“.

Abkürzungen:
ASZT = autologe Stammzelltransplantation; IMiD = immunmodulatorische Substanz; PI = Proteasom-Inhibitor

Referenzen
  1. Onkopedia-Leitlinie: Multiples Myelom. Stand 10/2024. https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/multiples-myelom/@@guideline/html/index.html. Zugriff am 04.05.2026.
  2. Leitlinienprogramm Onkologie. S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patient*innen mit monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) oder Multiplem Myelom, Version 1.01. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Multiples_Myelom/LL_Multiples_Myelom_Langversion_1.0.pdf. Zugriff am 04.05.2026.

MAT-DE-2602163 – V1.0 – 06/2026