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Person in weißem Kittel hält ein großes Modell eines menschlichen Auges mit farbigen Markierungen

Cornea Verticillata als Hinweis auf Morbus Fabry

Die Besonderheiten des Morbus Fabry am Auge sind häufig bereits im Frühstadium mittels einer Spaltlampenuntersuchung nachweisbar, bereiten aber in der Regel keine Beschwerden und beeinträchtigen das Sehen nicht.1,2

Die Cornea verticillata ist eine wirbelförmige grau-gelbliche Hornhauttrübung (Cornea verticillata, Vortexkeratopathie). Sie tritt bei knapp drei Vierteln der Patient*innen auf. Dieses ophthalmologische Symptom ist bedingt durch Ablagerungen der Speichersubstanz in den kornealen Epithelzellen. 

Befunde bei der Spaltlampenuntersuchung:

  • Cremefarbene Ablagerungen: Grau-braune und pudrige Linien oder Muster im Epithel der Hornhaut
  • Symmetrisch: Beidseitig auftretende und symmetrische, wirbelartige Muster in der Hornhaut
  • Wirbelartig: Die Ablagerungen drehen sich scheinbar speicherradförmig von einem Punkt unterhalb der Pupille nach außen
Nahaufnahme eines Auges mit sichtbarer Irisstruktur und Pupille im Zentrum als Symptom im Frühstadium von Morbus Fabry

Cornea Verticillata
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Prof. Susanne Pitz, Mainz 

Nahaufnahme eines Auges mit sichtbarer Irisstruktur und Pupille im Zentrum.

Amiodaron Keratopathie

Morbus Fabry ist die einzige bekannte Ursache für eine Cornea verticillata - sofern sie nicht medikamenteninduziert verursacht wird. Weiterführende Informationen zur medikamentenbedingten Vortexkeratopathie erhalten Sie nach dem Login.

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Ophthalmolog*innen können daher eine wichtige Rolle bei der Diagnose des Morbus Fabry spielen: Lässt sich eine medikamentöse Ursache für eine Cornea verticillata ausschließen, sollten sie an Morbus Fabry denken und den/die Patient*in zur weiteren Abklärung an den/die Hausarzt*in überweisen. In diesem Fall empfiehlt sich eine Abklärung der Diagnose Morbus Fabry mittels Enzymtestung.

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Header-Foto: © iStock (Panuwat Dangsungnoen) MAT-DE-2304080 - 2.0 - 02/2026