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Diese Website richtet sich an medizinische Fachkreise in Deutschland.

Laborkraft überträgt Blutprobe zur Bestimmung der Blutwerte auf einen Objektträger

Die Grundlage jeder Therapieentscheidung

Laborparameter spielen eine zentrale Rolle in Diagnostik, Prognoseeinschätzung und Verlaufskontrolle des Multiplen Myeloms. Bestimmte Blutwerte liefern wichtige Hinweise auf Krankheitsaktivität, Tumorlast und Organschädigungen und tragen damit wesentlich zu einer differenzierten Bewertung der Erkrankung bei. Auf dieser Grundlage können Therapieentscheidungen individuell angepasst und der Krankheitsverlauf gezielt überwacht werden.1,2

Arzt bespricht Therapieoptionen mit einem Myelom-Patienten

Mehr über die Therapieoptionen  beim Multiplem Myelon erfahren!

Serumanalyse bei Diagnosestellung

Zum Zeitpunkt der Erstdiagnose sollten folgende Parameter untersucht werden:1,2

Großes Blutbild inkl. DifferenzialblutbildElektrolyteNierenreten­tions­para­meterSerumprotein­analyse
  •  Leukozyten- und Neutro­philenzahl
  • Thrombozytenzahl
  • Erythrozytenzahl
  • Hämoglobin
  •  Calcium
  • Kalium
  • Natrium
  •  Kreatinin
  • Harnstoff
  •  Albumin
  • β2-Mikroglo­bulin (β2M)
  • Laktat­dehy­dro­ge­nase (LDH)
  • M-Protein im Serum

Zur Diagnosestellung des Multiplen Myeloms gemäß den CRAB- und SLiM-Kriterien sind insbesondere die Serumparameter Hämoglobin, Calcium und Kreatinin sowie die Bestimmung der freien Leichtketten (FLC-Ratio) entscheidend.2,6

Diagnostik beim Multiplen Myelom

Mehr über die Diagnostik beim Multiplem Myelom erfahren!

Serumparameter zur Stadieneinteilung

Die Serumparameter Albumin, β2-Mikroglobulin und LDH bilden die Grundlage zur Stadieneinteilung beim Multiplen Myelom. Diese Laborwerte werden gemäß den Kriterien der International Myeloma Working Group (IMWG) herangezogen, um Patient*innen in die entsprechenden Stadien (ISS, R-ISS, R2-ISS) einzuordnen und eine prognostische Einschätzung zu ermöglichen.3–5

Stadien beim Multiplen Myelom

Lesen Sie hier mehr zur Stadieneinteilung beim Multiplen Myelom!

Verlaufskontrolle und Monitoring

Im Therapieverlauf wird eine regelmäßige Kontrolle der Myelom-Parameter in Intervallen von 2–3 Monaten empfohlen. Diese Verlaufskontrollen zur Überprüfung des Remissionsstatus und etwaiger Medikamentennebenwirkungen sollten ein großes Blutbild mit Differenzialblutbild, Elektrolyte, Leber- und Nierenwerte, Gerinnungsparameter, Serumproteinanalyse, Bestimmung der freien Leichtketten im Serum sowie 24-Stunden-Sammelurin umfassen.2

Das Multiple Myelom ist eine seltene Krebserkrankung, die vor allem ältere Männer betrifft

Eine Übersicht über weitere Aspekte zum Multiplen Myelom liefert der Artikel „Multiples Myelom – 
Grundlagen, Definition und Überblick“.

Abkürzungen:
β2M = β2-Mikroglobulin; IMWG = International Myeloma Working Group; ISS = International Staging System; LDH = Laktatdehydrogenase; R-ISS = Revised International Staging System; R2-ISS = Second Revision of the International Staging System.

MAT-DE-2602105 – V1.0 – 06/2026