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Morbus Fabry ist eine vererbbare Stoffwechselerkrankung, die bereits im Kindesalter auftreten kann. Sie wird durch einen Mangel des Enzyms Alpha-Galaktosidase A verursacht, was zur Ansammlung bestimmter Stoffwechselprodukte in verschiedenen Geweben des Körpers führt.
Bei Kindern können die ersten Symptome sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, wobei die klassische Form der Erkrankung sich meist durch früh einsetzende Beschwerden bemerkbar macht. Wichtig zu wissen ist, dass die Krankheit in allen ethnischen Gruppen vorkommt und häufig unterdiagnostiziert ist. Die Erkrankung wird X-chromosomal vererbt und betrifft sowohl Jungen als auch Mädchen. Söhne von erkrankten Männern können Fabry nicht von ihrem Vater vererbt bekommen und Töchter sind meist krank. Bei den Kindern von erkrankten Müttern besteht eine Chance von 50 %, dass diese krank werden.
 

Symptome von Morbus Fabry bei Kindern

Morbus Fabry im Kindesalter – Frühe Symptome erkennen

Morbus Fabry beginnt häufig schon im Kindesalter. Kinder können erste Beschwerden zeigen, lange, bevor die Diagnose gestellt wird. Darum ist wichtig: Frühzeitiges Erkennen kann Leben verändern!

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Manchmal zeigen sich bei Morbus Fabry Symptome auf der Haut wie etwa Hautveränderungen wie Angiokeratome, kleine, dunkle Hautflecken, die vor allem um die Bauchnabelregion oder im Badehosenbereich, aber sonst an der gesamten Haut auftreten können. Ein weiteres Zeichen wäre die sogenannte Cornea verticillata, radspeichenartige Trübungen der Hornhaut. Allerdings ist hier zu beachten, dass die Kinder mit Cornea verticillata keine Probleme beim Sehen haben. Cornea verticillata wird nur in der augenärztlichen Untersuchung erkannt.

Wie wird Morbus Fabry bei Kindern überhaupt diagnostiziert?

Die Diagnose eines Morbus Fabry wird bei Mädchen durch die molekulargenetische Analyse des GLA-Gens gestellt. Biochemische Untersuchungen bei Mädchen sind zur Bestätigung oder zum Ausschluss einer Diagnose nicht ausreichend. Bei Jungen kann man Aktivität des Enzyms Alpha-Galaktosidase A bzw. die Konzentration der Speichersubstanz Globotriaosylsphingosin (lyso-Gb3) im Blut messen. und die molekulargenetische Analyse des GLA-Gens veranlassen.

Für die Diagnosestellung ist oft eine Kombination der Symptome entscheidend – und eine aufmerksame Beobachtung durch Eltern und Ärzte und Ärztinnen.
Der erste Schritt zur Diagnosestellung bei M. Fabry ist die Familienanamnese: Ist Morbus Fabry in der Familie bereits bekannt, sollten Kinder bei ersten Beschwerden gezielt auf die bekannte familiäre Variante im GLA‑Gen untersucht werden. Wenn ein Morbus Fabry in der Familie nicht bekannt ist, sind in der Regel der häufigste Vorstellungsgrund bei Kindern Schmerzen an den Händen oder Füßen. Alternativ können sich Kinder auch über den Augenarzt vorstellen, wenn bei ihnen Cornea verticillata entdeckt wurde. Auch „rezidivierende Fieberschübe“ können zu der Verdachtsdiagnose eines M. Fabry führen.

Wie oft tritt Morbus Fabry bei Kindern ohne familiäre  Vorbelastung auf?

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Etwa 5 bis 10 Prozent der Fälle entstehen durch Spontanmutationen – also neue genetische Veränderungen, die nicht vererbt wurden. Diese Fälle sind besonders schwer zu erkennen, weil bislang niemand in der Familie betroffen war. Hier braucht es ein hohes Maß an Erfahrung in der Diagnostik.

Morbus Fabry kann schwerwiegende Folgen haben – wenn er unerkannt bleibt. Doch: Eine frühe Diagnose, noch im Kindesalter, kann den Verlauf entscheidend verbessern. Daher soll man besonders auf Symptome und Zeichen wie wiederkehrende Schmerzen an den Händen und Füßen, auf Magen-Darm-Beschwerden, auf ein fehlendes Schwitzen achten, wenn familiäre Hinweise vorhanden sind. Eine Früherkennung führt zur besseren Lebensqualität und ermöglicht rechtzeitig die passende Therapie.

Diagnostik von Morbus Fabry bei Kindern

Morbus Fabry ist eine seltene genetische Stoffwechselerkrankung. Oft beginnt sie schon in der Kindheit – bleibt aber lange unerkannt. Die Diagnostik bei Kindern stellt Ärztinnen und Ärzte vor besondere Herausforderungen. Denn: Die Symptome sind oft unspezifisch. Und kindliche Beschwerden werden im Kindesalter schnell anderen „funktionellen“ Ursachen zugeordnet. Eine gezielte Diagnostik ist deshalb entscheidend für eine frühzeitige Behandlung.

Morbus Fabry im Kindesalter – Die richtige Diagnostik

Therapie von Morbus Fabry bei Kindern

Therapie bei Morbus Fabry im Kindesalter – frühzeitig handeln, langfristig schützen

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Morbus Fabry – eine seltene genetische Stoffwechselerkrankung, die sich schon im Kindesalter bemerkbar machen kann. Doch wie wird sie therapiert? Und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? In der Pädiatrie stehen Ärztinnen und Ärzte dabei vor ganz besonderen Entscheidungen.

Psychosoziale Betreuung von Morbus Fabry bei Kindern

Psychosoziale Betreuung bei Morbus Fabry im Kindesalter – Stark im Alltag, stark fürs Leben

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Morbus Fabry ist mehr als nur eine somatische Erkrankung. Er beeinflusst auch das seelische Wohlbefinden, das soziale Umfeld und den Alltag von Kindern und Familien. Darum braucht es mehr als eine medikamentöse Therapie. Psychosoziale Betreuung ist ein wesentlicher Baustein des multimodalen Therapiekonzepts – von Anfang an.

Header-Bild: ©Shutterstock (Igor Yaruta) MAT-DE-2505156(V1.0) 12/2025