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Gang einer Notaufnahme im Krankenhaus mit mehreren unscharf dargestellten Personen die einen regen Betrieb zeigen

Die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) zählt zu den seltensten, zugleich aber zeitkritischsten Notfällen. Mit einer Inzidenz von 1,5 bis 6 Fällen pro Million Einwohner jährlich begegnet das Krankheitsbild in der Notaufnahme vergleichsweise selten – doch jede Verzögerung in der Diagnosestellung und Therapieeinleitung erhöht das Risiko schwerwiegender Organschäden und einer hohen Letalität erheblich.1,2

Dieser Hub bündelt das klinisch relevante Fachwissen zu TTP im Akutsetting: von der ersten Einordnung über den Diagnosealgorithmus bis zur Therapieentscheidung. 

Alle Module sind direkt verlinkt und ermöglichen einen gezielten Einstieg in die jeweiligen Themenbereiche.

Jetzt reinlesen und gezielt weiternavigieren.

Zentrale Module zur Akut- und Notfallmedizin

Die folgenden Wissensmodule decken alle relevanten Aspekte der TTP-Versorgung im Notfall- und Akutsetting ab. Jedes Modul führt zu vertiefenden Inhalten:

Was ist TTP?

Grundlagen, Pathophysiologie, Krankheitsbild

Ursachen

Autoantikörper, ADAMTS13-Defizienz, Auslöser

Symptomatik

Klinische Zeichen, Petechien, neurologische Symptome

Diagnosealgorithmus

Strukturiertes Vorgehen im Akutsetting (PLASMIC-Score)

Diagnostik

Laborbefunde, Fragmentozyten, Thrombozytenzahl

ADAMTS13-Testung

Probenentnahme, Interpretation, Normwert

GoDoctor

Interaktives Lernspiel

Therapie

Plasmaaustausch, spezifische Therapie, Immunsuppression

Kompetenzzentren

Überweisungswege, spezialisierte Zentren

Akute TTP einordnen

Im akuten Schub kann TTP lebensbedrohlich verlaufen. Die Mortalitätsrate liegt trotz Standardtherapie bei 10–20 %.2 Besonders herausfordernd: Die Symptomatik ist häufig unspezifisch und wechselnd. Neurologische Auffälligkeiten wie Verwirrtheit oder Krampfanfälle, Petechien, Hämolysezeichen sowie eine ausgeprägte Thrombozytopenie können auf eine TTP hinweisen – müssen es aber nicht zwingend.

Die erste klinische Einordnung erfolgt in der Notaufnahme typischerweise über eine Kombination aus klinischen Zeichen und Laborbefunden: Thrombozytenzahl, Fragmentozyten (Schistozyten) im Blutausstrich, Haptoglobin sowie Nierenfunktionstests. Der PLASMIC-Score bietet eine validierte Grundlage zur Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer erworbenen TTP (aTTP) noch vor Vorliegen des ADAMTS13-Ergebnisses.3

Entscheidend: Die ADAMTS13-Probe sollte vor Therapiebeginn entnommen, die Behandlung jedoch unverzüglich gestartet werden.1,2

Header-Foto: ©istock.com MAT-DE-2604999–1.0–11/2026