- Wissen
- Quelle: Campus Sanofi
- 03.11.2026
TTP in der Akut- und Notfallmedizin

Die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) zählt zu den seltensten, zugleich aber zeitkritischsten Notfällen. Mit einer Inzidenz von 1,5 bis 6 Fällen pro Million Einwohner jährlich begegnet das Krankheitsbild in der Notaufnahme vergleichsweise selten – doch jede Verzögerung in der Diagnosestellung und Therapieeinleitung erhöht das Risiko schwerwiegender Organschäden und einer hohen Letalität erheblich.1,2
Dieser Hub bündelt das klinisch relevante Fachwissen zu TTP im Akutsetting: von der ersten Einordnung über den Diagnosealgorithmus bis zur Therapieentscheidung.
Alle Module sind direkt verlinkt und ermöglichen einen gezielten Einstieg in die jeweiligen Themenbereiche.
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Zentrale Module zur Akut- und Notfallmedizin
Die folgenden Wissensmodule decken alle relevanten Aspekte der TTP-Versorgung im Notfall- und Akutsetting ab. Jedes Modul führt zu vertiefenden Inhalten:
Akute TTP einordnen
Im akuten Schub kann TTP lebensbedrohlich verlaufen. Die Mortalitätsrate liegt trotz Standardtherapie bei 10–20 %.2 Besonders herausfordernd: Die Symptomatik ist häufig unspezifisch und wechselnd. Neurologische Auffälligkeiten wie Verwirrtheit oder Krampfanfälle, Petechien, Hämolysezeichen sowie eine ausgeprägte Thrombozytopenie können auf eine TTP hinweisen – müssen es aber nicht zwingend.
Die erste klinische Einordnung erfolgt in der Notaufnahme typischerweise über eine Kombination aus klinischen Zeichen und Laborbefunden: Thrombozytenzahl, Fragmentozyten (Schistozyten) im Blutausstrich, Haptoglobin sowie Nierenfunktionstests. Der PLASMIC-Score bietet eine validierte Grundlage zur Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer erworbenen TTP (aTTP) noch vor Vorliegen des ADAMTS13-Ergebnisses.3
Entscheidend: Die ADAMTS13-Probe sollte vor Therapiebeginn entnommen, die Behandlung jedoch unverzüglich gestartet werden.1,2
- Peyvandi F et al. ADAMTS-13 assays in thrombotic thrombocytopenic purpura. J Thromb Haemost. 2010.
- Scully M, Cataland SR, Peyvandi F et al. Caplacizumab Treatment for Acquired Thrombotic Thrombocytopenic Purpura. N Engl J Med. 2019 Jan 24;380(4):335–346. DOI: 10.1056/NEJMoa1806311
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