- Wissen
- Quelle: Campus Sanofi
- 02.09.2024
Nephrologische Symptome von Morbus Fabry – Beteiligung der Niere

Nephrologische Symptome bei Morbus Fabry
Die Symptome bei Morbus Fabry sind sehr individuell, vielschichtig und unspezifisch. So können viele unterschiedliche Organe betroffen sein: Nieren, Herz, peripheres Nervensystem, Haut, Augen, Gehör oder auch der Magen-Darm-Trakt.2
Niere bei Morbus Fabry häufig betroffen
Eine Nierenbeteiligung wird bei etwa der Hälfte aller Fabry Patient*innen beobachtet.1 Die Fabry-Nephropathie kann bereits bei Kindern und Jugendlichen auftreten und schreitet mit dem Alter fort. Bei erwachsenen Fabry-Patient*innen gehört die Nierenfunktionsstörung zu den führenden Symptomen der Erkrankung.1,2
Akkumulation von Speichermaterial
Ursache sind Einlagerungen von Globotriaosylceramid (GL-3) in den glomerulären Endothel-, Mesangial- und Interstitiumzellen sowie den funktionell besonders wichtigen Podozyten der Nieren. GL-3-Akkumulation ist bereits früh im Verlauf der Krankheit nachweisbar und führt unter anderem zu einer Schädigung der Podozyten-Ausläufer. Diese sind für die Filterfunktion der Niere essenziell.3

GL-3 Anreicherung in Nierenglomeruli inkl. Podozyten
Bildquelle: Germain DP. et al. J Am Soc Nephrol (2007) 18:1547-1557
Proteinurie früh im Krankheitsverlauf
Ein früher Hinweis auf eine Nierenbeteiligung bei Morbus Fabry ist häufig eine Mikroalbuminurie oder Proteinurie. In der Folge kommt es zu einem progredienten Verlust der glomerulären Filtrationsleistung (GFR). Die Störungen der Nierenfunktion im weiteren Verlauf sind bedingt durch Glomerulosklerose, interstitielle Fibrose und tubuläre Atrophie.2
Nierenversagen möglich
Ohne Behandlung kann bei Patient*innen mit klassischem M. Fabry in der dritten bis fünften Lebensdekade eine terminale Niereninsuffizienz (CKD Stadium 5) auftreten. Das Nierenversagen kann eine Dialyse oder Nierentransplantation erforderlich machen.2
GL-3-Anreicherung in Nierenglomeruli bei Morbus Fabry

GL-3: Globotriaosylzeramid
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MAT-DE-2405191 V1.0-01/2025
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Erfahren Sie mehr über:
- Mehta A et al. QJM 2010; 103: 641-659.
- Germain DP. Orphanet J Rare Dis 2010; 5: 30.
- Tondel C et al. J Am Soc Nephrol 2013; 24: 137-148.
Header-Foto: © iStock (Panuwat Dangsungnoen) MAT-DE-2304107 - v3.0 - 02/2026